ACHTUNG WILDWECHSEL!

Vermehrte Wildunfälle infolge von Zeitumstellung


Das Risiko von Wildunfällen steigt im Herbst stark an. Nach der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit am kommenden Sonntag (30.10.) fällt der Berufsverkehr wieder meistens in die Dämmerung. Die Gefahr, dass kreuzende Tiere nicht rasch genug erkannt werden, ist besonders auf Landstraßen erhöht. Zumeist sind es Rehe oder Wildschweine, die Opfer von Wildunfällen werden. Doch auch viele andere Tiere wie frei laufende Katzen, Igel, Marder sowie Sing- und Greifvögel sind gefährdet. Um Schaden von Mensch und Tier zu vermeiden, ist vor allem eine vorsichtige Fahrweise und angepasste Geschwindigkeit notwendig.

Autofahrer kennen diese Situation: Früh hereinbrechende Dämmerung und schlechte Witterungsverhältnisse - plötzlich steht ein Reh auf der Fahrbahn und schaut in die Scheinwerfer. Noch ehe der Fahrer handeln kann, ist der Unfall passiert. Das Tier ist verletzt oder tot, der Wagen beschädigt, im schlimmsten Fall kommt es zu einem Personenschaden. Etwa 200.000 Rehe und über 20.000 Wildschweine sterben jedes Jahr im Straßenverkehr. Allein die Anzahl überfahrener Igel dürfte in die Hunderttausende gehen, schätzt der Deutsche Tierschutzbund.

Autofahrer haben es in der Hand, durch eine defensive und umsichtige Fahrweise diesem Tierschutzproblem entgegenzuwirken und die erschreckend hohe Zahl von Tieropfern zu reduzieren. Autofahrer sollten das Tempo vor allem in Waldgebieten und auf Landstraßen auf 60 bis maximal 80 Stundenkilometer drosseln, rät der Deutsche Tierschutzbund. So hat der Fahrer die Möglichkeit, rechtzeitig zu bremsen, zu hupen und das Licht abzublenden, damit das Tier einen Fluchtweg finden kann.

Zu vermehrtem Wildwechsel kommt es immer dann, wenn sich die Wildtiere in den Herbstmonaten auf ihrer Nahrungssuche aufgrund von abgegrasten Flächen neue Futterplätze suchen müssen. Dann gilt besondere Wachsamkeit, denn in dieser Zeit ereignen sich statistisch gesehen weitaus mehr Wildunfälle als im Rest des Jahres. Ist ein Wildunfall passiert, ist der Autofahrer ethisch und gesetzlich verpflichtet zu helfen.


(26.10.2011 Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.)

 

 

Aus dem Nest gefallene Jungvögel nicht aufnehmen!

Der NABU Niedersachsen appelliert jetzt an die Bevölkerung, vermeintlich hilflose Vogelkinder auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen.

Nur ganz selten handelte es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen, so der NABU Niedersachsen.

Es tschirpt und piept in den Nistkästen, Hecken und Gebüschen. Mit zarten Stimmchen bettelt der Vogelnachwuchs vehement um Futter. Nun verlassen die Kleinen das sichere Nest und bekommen von den Eltern die leckersten Ecken gezeigt, erklärte der NABU. Dies bedeutet auch wieder ein starkes Telefonaufkommen beim NABU und seinem Team im Artenschutzzentrum Leiferde: Tierfreunde wollen vermeintlich in Not geratenen Jungvögeln helfen. „Manche Vogelarten verlassen nämlich das Nest bereits, bevor sie fliegen können“, erläuterte Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum Leiferde. „Dazu zählen nicht nur typische Nestflüchter wie Enten, Fasanen oder Kiebitze, sondern auch einige Singvogelarten.“

Im Stadtbereich handelt es sich zumeist um die düster bräunlich gefleckten Jungamseln, die etwa eine Woche vor dem Flüggewerden der drangvollen Enge des Nestes entflohen sind. „Wer aufmerksam beobachtet, wird feststellen, dass diese unbeholfen herumflatternden Federknäule mit ihrem noch viel zu kurzen Schwänzchen durchaus nicht verlassen sind“, so Bärbel Rogoschik: „Sondern auch weiterhin von ihren Eltern betreut und gefüttert werden."“Damit sie nicht verloren gehen, lassen die Jungvögel fast unablässig so genannte 'Standortlaute' hören.

In diesem Stadium fallen sie nicht selten natürlichen Feinden zum Opfer. Doch handelte es sich dabei um einen natürlichen Regulationsmechanismus, an den die Vögel angepasst sind und der ein Überhandnehmen der Art verhindert, so der NABU. Bei Gefahr durch Katzen oder an vielbefahrenen Straßen sollten die Tiere ins Geäst des nächsten Busches gesetzt werden. Man kann Jungvögel ohne Probleme berühren, der Geruchssinn ist bei Vögeln im Vergleich zu Säugetieren sehr gering ausgeprägt. Die Eltern nehmen ihre Brut nach einer kurzen Berührung wieder an. Auch junge Greifvögel und Eulen durchlaufen ein so genanntes 'Ästlingsstadium', in dem sie noch im Dunenkleid im Geäst umherturnen. Auch sie werden im Normalfall von ihren Eltern betreut.

„Man sollte aufgefundene Jungvögel daher generell strikt in Ruhe lassen“, forderte Bärbel Rogoschik.

„Hilfe ist erst notwendig, wenn nach längerer Beobachtung aus angemessener Entfernung feststeht, dass es sich wirklich um einen verlassenen oder kranken Vogel handelt.“ Wer keine Erfahrung mit der Aufzucht solcher Findelkinder hat, sollte dies am besten Fachleuten überlassen. Dies gilt insbesondere für seltene und geschützte Arten! „Jungvögel sind Wildtiere, man darf ihnen nur im echten Notfall helfen und sie nicht dauerhaft halten“, betont Bärbel Rogoschik, Leiterin NABU-Artenschutzzentrum Leiferde.

Quelle : NABU - Niedersachsen

Der Igel

Im Herbst treffen wir wieder vermehrt Igel in unseren Gärten. Einige wirken doch sehr klein und kränklich. Wir wollen Sie aufpäppeln oder wieder gesund pflegen. Aber es ist zu beachten, dass kein Igel unnötigerweise ins Haus gehört. Er ist ein Wildtier und gehört nach draußen. Lassen Sie in Ihren Gärten einige Haufen mit Laub in abgelegenen Winkeln liegen. Dort beziehen Igel ihr Winterquartier. Es sieht zwar nicht so toll aus, aber die Tiere werden es Ihnen Danken. Weiterhin steht der Igel unter Naturschutz. Leider bedeutet das auch eine gewisse Art der Auslese. Selbstverständlich sollen wir die Tiere nicht einfach sterben lassen. Also was ist zu tun ? Igel weit unter 400g (Anfang November) , denn Sie nehmen ca. 20g am Tag zu, sollten versorgt werden. Weiterhin auch solche, die noch während Frost herrum laufen. Das gilt auch für Tiere die stark verfloht, oder mit Zecken besetzt sind. Auch röchelnde Tiere könnten unter Lungenwürmern leiden. Wenn man sich einem Igel nähert, rollt er sich bei witternder Gefahr ein. Ist seine Form rund ist alles in Ordnung. Ist seine Form Birnenförmig, kann das ein Zeichen für Wassermangel sein. Aber auch Vorsicht beim Anfassen walten lassen, Igel beißen. Daher setzen Sie sich mit ihrem Tierarzt in Verbindung. Dieser wird die Behandlung im Regelfall kostenlos durchführen. Igel dürfen Sie nicht einfach behalten. Setzen Sie sich mit dem Artenschutzzentrum NABU in Verbindung. In unserer Region ist ihr Sitz in Leiferde bei Gifhorn. Bei Rückfragen steht das Tierheim Ihnen gerne zur Verfügung (bitte erst anrufen bevor Sie die Tiere bringen!).

 

 

Igelschutz

Igelfreundlicher Garten

Tagsüber verstecken sich Igel im Herbst in Kompost- oder Reisighaufen, einer Böschung oder einer Hecke. Sie verlassen das Versteck nur zwischen Dämmerungsbeginn und Morgengrauen, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Lassen Sie daher aufgehäufte Gartenabfälle liegen. Sie sind oft ein ideales Winterquartier für die Tiere. Setzen Sie Gartengeräte nur vorsichtig ein. Vor allem die in den letzten Jahren immer beliebter gewordenen Laubsauger und -bläser können zu einer Gefahr für Igel werden: Kleinere Igel können eingesaugt und getötet werden. Außerdem entfernen die Geräte nicht nur Laub, sondern auch Insekten, Würmer und Weichtiere, die dem Igel als Nahrung dienen.

Greifen Sie deshalb lieber zum Rechen oder zur Harke und lassen Sie Laubhaufen als Unterschlupf für Insekten und Igel liegen. Falls Sie Gartenabfälle doch entsorgen wollen, gehen Sie bitte vorsichtig vor. Schauen Sie erst nach, ob sich ein Igel darin niedergelassen hat. Ein gesunder Igel hat dann die Chance, zu flüchten und kann sich ein neues Quartier suchen.

Fachgerechte Betreuung beim Tierschutzverein

In den ersten Frosttagen wandern viele Igel noch im Freien umher. Oft nehmen Tierfreunde die scheinbar hilflosen Tiere auf. Der Deutsche Tierschutzbund warnt jedoch vor gutgemeinter, aber falsch verstandener Tierliebe.

Sollten Sie in den Herbsttagen einen Igel tagsüber sehen, beobachten Sie ihn zunächst aus sicherer Entfernung. Nicht immer braucht ein solches Tier Hilfe. Nur stark untergewichtige, verletzte oder kranke Igel sind wirklich hilfsbedürftig. Kranke oder verletzte Igel erkennt man beispielsweise daran, dass sie am Tag herumliegen, mager sind und sich apathisch verhalten.

Auch Tiere, die noch bei Dauerfrost oder geschlossener Schneedecke draußen herumlaufen, sind meist krank oder geschwächt. Oft sind es Jungtiere, die zu spät geboren wurden, um sich noch ein ausreichendes Winterfettpolster anzufressen. Igel, die im November noch deutlich unter 500 Gramm wiegen, haben ohne Zufütterung kaum eine Überlebenschance.

Bei einem solchen geschwächten Igel gilt: Vorsichtig aufnehmen und zum Tierarzt bringen oder bei einem der Tierheime der Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes in Obhut geben. Dort gibt es Tipps für die weitere Behandlung und besonders für die Nahrungsauswahl. Denn falsche Ernährung kann das Todesurteil für einen Igel bedeuten. Das sicher gut gemeinte Schälchen warme Milch am Morgen kann dem Igel den Tod bringen.

Igel gefunden - was nun?

(Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V., 20.10.2011)

 

 

Der Mauersegler

 

Der Mauersegler ist ein ganz besonderer Vogel. Er verbringt fast sein ganzes Leben in der Luft. Dort frißt, trinkt und schläft er sogar. Viele Menschen wissen gar nicht was ein Mauersegler ist oder wie er aussieht.Man findet ihn nicht auf Bäumen oder Büschen, sondern stets in der Luft. In den Sommermonaten sieht man die Flugkünstler am Himmel. Pfeilschnell jagen sie fliegenden Insekten hinter her und geben dabei eigenartige zirpende, helle Töne von sich. Sie sind ständig auf Nahrungssuche für sich und ihren Nachwuchs. Anfang bis mitte August treffen sich alle Segler und treten gemeinsam ihre Reise nach Afrika an, wo sie den Winter verbringen.Die Mauersegler sind dunkelgrau sehr windschnittig gebaut und sind etwas größer als Schwalben. Die großen schwarzen Augen wirken bei gesunden Tieren immer hellwach und irgendwie kühn. Sie brüten in Kolonien und bauen ihre Nester an Häusersimsen unter den Dachsparren. Dazu fliegen sie die Mauern an, halten sich mit ihren kräftigen Füßen daran fest und krabbeln die letzen Zentimeter zu ihren Nestern hoch um ihre Jungen mit Insekten zu versorgen. Der Mauersegler mit seinen wunderbaren Flugkünsten hat nur einen Feind, den Wanderfalken. Geht der Segler aber aus irgendeinem Grund einmal zu Boden, hat er ernste Startschwierigkeiten. Vom Boden aus kommt er nicht mehr in die Luft. Er muß dann mit ausgebreiteten Flügeln mühsam zu einer Erhöhung laufen und versuchen von dort aus zu starten. Im Jahr 2005 erhielt der Tierschutz Wolfenbüttel den Hinweis, dass in unserem Landkreis an einem Haus, das Brutgeschäft von Mauerseglern gestört wurde. Eine Dachdeckerfirma hatte an einem Mehrfamilienhaus im Gesimsbereich Arbeiten durchgeführt, so dass die Vögel nicht mehr an ihre Nester kamen. Wichtige Dachdecker- und Malerarbeiten an Gebäuden, dürfen daher erst nach dem Reiseantritt der Vögel in die Winterquartiere durchgeführt werden. Im Falle der gestörten Mauersegler wurden Holzlatten noch einmal entfernt, damit die Vögel ihr Brutgeschäft zu Ende bringen konnten.

Ute Rump

 

 

 

 

28.01.18 von 12 - 17 Uhr

großer Winterflohmarkt

im Tierheim

 

 

Tierheim und

Tierschutzverein Wolfenbüttel e.V.

Am Rehmanger 14

38304 Wolfenbüttel

 

 

Tel. 05331 - 62022

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